Die Speisekammer in Dortmund-Deusen gäbe es ohne ein paar hartnäckige Nachbarn nicht.

Die Location

Als der Kirchenkreis 2004 die Gustav-Adolf-Kirche aufgeben wollte, gründeten Deusener Bürger einen Förderverein und retteten sie. In diesem Zuge entstand ein Anbau, der 2011 eröffnete. Der Architekt hat ihn einem amerikanischen Farmhaus nachempfunden: außen rotes Holz, innen Holzpaneele und alte Dielen. Mein Lieblingsdetail sind die drei großen Räder mit Kerzen unter der Decke. Nach Sonnenuntergang machen sie ein wunderbar warmes Licht.

Seit 2019 betreibt die Cateringmanufactur das Haus. Einen normalen Restaurantbetrieb gibt es nicht, die Speisekammer ist ganz für Feiern da.

Aus DJ-Sicht

Die Speisekammer ist etwas für die kleinere Hochzeit mit etwa 60 bis 70 Gästen. Das Besondere passiert beim Essen: Das Buffet steht nicht im Saal, ihr holt euch euer Essen direkt in der Küche aus den Töpfen, in denen es gekocht wurde. Das fühlt sich an wie bei Mutti zu Hause am Herd, und ich bin großer Fan davon. Auf Wunsch mixt euch ein Barkeeper, den ihr über die Location bucht, eure Cocktails.

Ab 22 Uhr bleiben Türen und Fenster zu, und der Bass wird zurückgenommen. Um 4 Uhr ist Schluss.

Spielregeln

  • Sperrstunde: 4 Uhr
  • Lautstärke: reduziert ab 22 Uhr (Türen und Fenster zu, weniger Bass)
  • Nebelmaschine und kalte Pyro: nach Absprache
  • Konfetti, Wunderkerzen und Feuerwerk: nicht erlaubt

Frei trauen lassen könnt ihr euch in der Kirche nebenan, im Saal oder draußen. Kleiner Hinweis für alle mit High Heels: Der Außenbereich ist mit Kies aufgeschüttet. Geparkt wird auf dem Platz des Tennisvereins direkt nebenan, dort zahlt ihr eine kleine Gebühr bei der Ausfahrt.

Mein Fazit zur Speisekammer

Ich bin hellauf begeistert. Schon als hier noch ein Steakhaus drin war, hatte mich die Location gepackt. Wer rund um Dortmund im kleinen, gemütlichen Kreis heiraten möchte, sollte sich die Speisekammer unbedingt ansehen.