Optisch ist die Marienburg eine Wucht. Trotzdem gibt es von mir nur eine bedingte Empfehlung, und das hat mit der Musik zu tun.

Die Location

Die Backsteinburg mit dem Treppengiebel ließ sich der Kölner Reichstagsabgeordnete Eugen von Kesseler 1879/80 als Sommersitz bauen, nach dem Vorbild der Marienburg im heutigen Polen. Drumherum liegt ein 1,7 Hektar großer Park, der heute öffentlich zugänglich ist.

Getanzt wird im Kaminzimmer, das mit Parkett, Kronleuchter und Deckenmalereien an einen Ballsaal im Schloss erinnert. Nebenan liegt das Hofzimmer, beide teilen sich einen Balkon für die Raucher. Im Pavillon neben der Burg stoßt ihr beim Sektempfang an. Im Park könnt ihr euch frei trauen lassen, und dank einer Kooperation mit dem Standesamt Monheim klappt sogar die standesamtliche Trauung vor Ort. Übernachten können eure Gäste im Gästehaus.

Aus DJ-Sicht

Rund um die Burg stehen Wohnhäuser. Wie mir vor Ort erklärt wurde, muss das Team wegen eines Gerichtsurteils während der Feier an festgelegten Punkten die Lautstärke messen. Die Folge: Die Anlage läuft von Anfang an extrem leise. Wenn ich hinter dem Pult die Gespräche auf der Tanzfläche mithören kann, ist das keine gute Voraussetzung für ausgelassene Stimmung. Das Team kann nichts dafür, aber ihr solltet es vor der Buchung wissen.

Küche und Service überzeugen dagegen vollends. Die Spezialität des Hauses sind Grillgerichte, die Grills stehen dann direkt am Pavillon.

Spielregeln

  • Sperrstunde: 4 Uhr
  • Lautstärke: von Beginn an reduziert
  • Nebelmaschine, Konfetti, Wunderkerzen, Feuerwerk und kalte Pyro: nicht erlaubt

Geparkt wird auf dem Gelände, die Parkplätze kosten Gebühr.

Mein Fazit zur Marienburg

An Optik und Küche gibt es nichts auszusetzen. Ist euch die große Party am Abend nicht so wichtig, findet ihr hier eine traumhafte Kulisse. Wollt ihr bis tief in die Nacht tanzen, wird es auf der Marienburg schwierig.